die dokumentarfilme von Quinka F. Stoehr


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Kieler Nachrichten, 3. 11. 2001

Nordlichter im deutschen Kino

Die Kielerin Quinka F. Stoehr ist in der Themengruppe Welt(an)sichten mit einer unspektakulären, dabei anrührenden Dokumentation vertreten: Für Jolly Juggle- Straßenkinder aus Kapstadt auf der Bühne hat sie die ebenfalls in Kiel lebende in Südafrka geborene Idun Hübner zu einem Workshop mit schwarzen Jugendlichen in ihr Heimatland begleitet. In 45 Minuten spart Stoehr gängige Elendsklischees aus und zeigt stattdessen Menschen, die gemäß den eigenen Möglichkeiten versuchen, das beste aus ihrem Leben zu machen.

Lübecker Nachrichten, 6. 11. 2001

Ein überzeugendes Filmforum

Der Film (“Das Trauma Vietnam) bildete mit weiteren starken Dokus wie Jolly Juggle – Straßenkinder aus Kapstadt auf der Bühne”, “Kurische Nehrung” oder “Die Einheimische” einen Programmschwerpunkt zum Thema Welt(an)sichten. Die letztgenannten zeigten in einfühlsamen Bildern eine (...) politisch zerriebene Landschaft.

infomedia newsletter 11 / 2001

Ebenso unaufdringlich beobachtet die Kieler Dokumentarfilmerin Quinka Stoehr in ihrem Film "Jolly Juggle – Straßenkinder aus Kapstadt auf der Bühne" ein Zirkusprojekt mit Straßenkindern in einem Kapstädter Tagescenter. Die Kielerin Idun Hübner, selbst in Südafrika geboren und aufgewachsen, leitet dieses. Über das Einüben von Jonglieren und einfacher Akrobatik hinaus wirkt Beachtung und Zuwendung zu den Kindern behutsam als soziale Gruppentherapie und seelische Medizin und das mit Erfolg. Eine Reihe der Kinder wünschte nach diesen alljährlichen Sommerworkshops wieder in einer Familie zu leben und wurde erfolgreich in solchen untergebracht. Der Film besucht zusammen mit seinen kleinen Helden ihre ursprünglichen Familien bzw. die Menschen, die sich um die Straßenkinder noch näher kümmern, und ermöglicht so behutsam eine Ahnung, wie es über die Armut hinaus zu den Schicksalen der Kinder kommen konnte.